Werbung im Fernsehen der Zukunft

Werbung im Fernsehen der Zukunft
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Debatte: Werbung im Fernsehen der Zukunft. Bröckelt das etablierte Geschäft?
…Moderator Prof. Klemens Skibicki stellt die Runde vor:

* Jan Isenbart, IP Deutschland, übernimmt das Mikrofon: “Fernsehwerbung wird in diesem Jahr 5 bis 7 % wachsen”.
* Robin Seckler, SevenOne Intermedia, rechnet ebenfalls nicht mit einem schnellen, starken Abschwung der Fernsehwerbung.
* Axel Schmiegelow, sevenload, stellt die Definition “TV-Nutzung” zur Diskussion, in der nur das TV-Verhalten “einiger Tausend Haushalte” abgefragt wird – “eine statistisch fragwürdige Hochrechnung”. Das Event-getriebene Format ist der Quotenbringer im Fernsehen, sagt Schmiegelow über die Veränderungen der TV-Inhalte.
* Robin Seckler kontert, dass im Web die “talk of town” Themen oft TV-Themen sind. “TV als Takt- und Themengeber.”
* Dr. Jürgen Brautmeier, LfM NRW, stellt die Frage an das Panel, was und inwieweit in traditionellen und neuen Medien reguliert werden müsse. “Was passiert mit meinen Daten, was mit Privatheit?”
* Axel Schmiegelow kündigt versöhnliche Worte an und konstatiert: “Das Fernsehen wie wir es heute kennen, das liegt schon im Koma.” Was unterschätzt werde ist die “Macht der Nische”, ein Paradigmenwechsel und neue Medienrealität, von dem gerade die Onlinewirtschaft profitiert und neu monetarisiert. Nachdenken sollte man auch über das existierende Kartell bei der Vergabe von Mediaetats.
* Robin Seckler zielt in seiner Argumentation auf die Masse, Schmiegelow hält dagegen: “die Summe aller Nischen ist die Masse”.
* Jan Isenbart sieht keine Bedrohung für TV durch das Nischenwerbegeschäft, da es hier keine klassische Konkurrenzsituation gäbe.
* Thomas Knüwer meldet sich aus dem Publikum mit einer Wortmeldung und adressiert, dass die Landesanstalt inzwischen “journalistisches Aufklären und Warnen” in das eigene Portfolio aufgenommen habe. Auf die Frage nach einer Auflösung der Landesmedienanstalten kontert Dr. Brautmeier anhand von Beispielen wie der Breitbandentwicklung im ländlichen Raum, dass die Aufgabe der Anstalten v.a. die Begleitung neuer Entwicklungen und das Setzen neuer Impulse sei.